Was macht man am 03. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit? Fahne hissen, nach Berlin fahren und den Bundestag besichtigen, die Verwandten im Osten anrufen? – Keine Ahnung!

Ich habe auf alle Fälle den freien Tag genutzt, um meine Musiksammlung auf Vordermann zu bringen und möchte an dieser Stelle kurz von meiner Erfahrung berichten.

Seit einiger Zeit bin ich dazu übergegangen, meine mp3-Sammlung mit iTunes zu verwalten. Letzte Woche habe ich den Schritt gewagt und die neuste Version der Software installiert (7.0.1). Die Oberfläche wurde im Vergleich zur Vorgängerversion ein wenig „angehübscht“ und sieht jetzt noch ein wenig „technischer“ aus. iTunes beherrscht in der aktuellen Version die Verwaltung der iPod-Spiele für die neusten iPod-Modelle.

Eigentliches Highlight der 7. Version von iTunes ist die Integration von Coverflow in die iTunes-Oberfläche. Mit Coverflow lässt sich flüssig durch alle Plattencover blättern, was der mp3-Sammlung das Look-and-Feel einer echten Plattensammlung verschafft.

Coverflow(zum Vergrößern klicken)

Coverflow wurde als Plugin für die iTunes Mac-Version von der Firma Steelskin entwickelt und erst vor kurzem von Apple aufgekauft:

We are pleased to announce that all CoverFlow technology and intellectual property was recently sold to Apple. It has been incorporated into the latest version of iTunes. Please visit www.apple.com/itunes

Es steht jetzt als integrativer Bestandteil von iTunes erstmals auch Windows-Nutzern zur Verfügung.

Um eine flüssige Darstellung der Cover zu gewährleisten, werden die Bilddateien nicht wie bisher im ID3-Tag der einzelnen mp3-Dateien, sondern lokal auf der Festplatte hinterlegt (\iTunes\Album Artwork\local\ bei Windowssystemen und iTunes/Album Artwork auf Macs).

Bevor man mit Coverflow in der festplatteneigenen Plattenkiste stöbern kann, bedarf es einiger Vorarbeit. Zunächst müssen allen vorhandenen Alben die entsprechenden Cover zugeordnet werden. Besitzt man einen Account für den iTunes-Musikstore, lassen sich die Cover direkt aus iTunes heraus laden, ist kein Account vorhanden, empfehle ich die Verwendung von Album Cover Art Downloader. Das Programm habe ich in einem fr�heren Post bereits schon einmal vorgestellt.

Sind alle Dateien mit einem Cover versehen, kann’s eigentlich losgehen. Wichtig ist noch, darauf zu achten, dass Alben mit nicht einheitlichen Interpretennamen (also etwa bei allen Compilations und wenn vorhandene Features mit im Interpreten-Tag notiert wurden) entsprechend als Compilations gekennzeichnet werden. Ansonsten zeigt Coverflow alle einzelnen Tracks des Albums mit eigenem Cover an.

iTunes Informationsdialog(zum Vergrößern klicken)

Zugegeben: bei einer größeren Musiksammlung ist die Pflege der Daten ganz schön aufwendig. Ist es aber einmal geschafft, alle mp3-Dateien mit korrekten ID3-Tags und Covern zu versehen, entschädigt das Look-and-Feel von Coverflow sofort für die entstandene Arbeit.

Also, ran an die Musiksammlung und nicht erst bis zum nächsten 3. Oktober warten.

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2 Responses to mp3-Sammlung mit iTunes / Coverflow verwalten

  1. Herby sagt:

    Hi,
    erstmal vielen Dank für Dein Posting…
    Ich wollte Dich eigentlich nur kurz Fragen ob es inzwischen schon einen neuen Workaround für die Coverflow Ansicht gibt…das mit dem Interpreten ist leider nicht ganz so schön … Ich wurde sehr gerne den richtigen Interpreten eingetragen lassen und nur den haken complatition setzen… gibt es da vielleicht noch einen anderen Trick ?

    Vielen Dank schonmal
    Schöne Grüße
    Herby

  2. Fernwisser sagt:

    Hallo Herby,
    eine Alternative zu der von mir beschriebenen Methode besteht darin, den Namen der Compilation im Feld „Album Artist“ zu notieren. Werden die Titel allerdings nach Interpretennamen sortiert, zeigt Coverflow die Compilation wiederum mehrfach an.
    Ganz aufschlussreich (aber auch ohne eine perfekte Lösung zu beschreiben) ist die Diskussion auf dieser Seite: http://www.tunequest.org/compilations-coverflow-and-album-artist/20061006/

    Gruß Christian